Das war der noe:reformtag 2017

Am Samstag, den 13. Mai, fand im Schloss für Kinder in Baden der noe:reformtag 2017 statt. Das in diesem Jahr erstmals erprobte neue Format zielte auf die Weiterbildung und interne Vernetzung der PädagogInnen, Eltern und aller am Thema Interessierten ab.

Insgesamt 5 Workshops zu pädagogischen und strategischen Themen standen zur Auswahl. Als Referenten konnten interne Spezialistinnen gewonnen werden. Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Breite der Themen und der praxisnahen Aufbereitung.

Neben dem fachlichen Input blieb auch Zeit für Austausch und Kommunikation. "Das Konzept des noe:reformtag neu hat die BesucherInnen überzeugt. Unserem Motto "voneinander lernen" konnten wir durch und durch Rechnung tragen", so das übereinstimmende Feedback des Vorstandes der ZunkunftBildung NÖ Plattform.

Plattformvorstände Martin Kögler (l) und Brigitta Rupp (3.v.r.) mit den Referentinnen Alexandra Würflinger-Kordik, Andrea Pisa und Natalie Lugschitz (v.l.n.r.) sowie Hausherr Herbert Vanicek.

Fest der Bildung 2017

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Die "Neue Schule"

Eine Schule stellt sich vor

In Eichgraben, im westlichen Wienerwald, auf halbem Weg zwischen Wien und St. Pölten, liegt die „Neue Schule“. Etwa 80 Kinder sind hier untergebracht. Die Schule besteht aus zwei Standorten: Die jüngeren Kinder zwischen 6 und 10 Jahren werden in einem hundert Jahre alten ehemaligen Klostergebäude inmitten eines Areals von 2 Hektar Wald, Wiesen und Spielflächen betreut. Das Haus der älteren Schülerinnen und Schüler, zwischen 11 und 14-15 Jahren, liegt etwa 700 m entfernt, im Ortsverband.

In jeder Altersstufe findet das soziale Miteinander besondere Beachtung - Teamprozesse und Persönlichkeitsentwicklung nehmen einen wichtigen Platz im Schulgeschehen ein. Auch die Verbindung zur Natur und Bewegung im Freien sind ein bestimmendes Element des Schulalltags. Damit auch die Kulturtechniken und fachlichen Fähigkeiten nicht zu kurz kommen, steht bei den jüngeren Kindern die Arbeit mit dem Montessori-Material im Vordergrund. Die Kinder haben eine anregende Umgebung mit Literatur, Fachbüchern, Karteien, Anschauungs- und Montessori-Materialien zu ihrer Verfügung. Bei den älteren SchülerInnen kommen zusätzlich auch öffentliche Schulbücher zur Anwendung, um sie auf den Umstieg in weiterführende Schulen (oder auch ins Berufsleben) vorzubereiten.

In jeder Altersstufe geht es darum, die Kinder zu selbständig handelnden, verantwortungsbewussten Persönlichkeiten heranzubilden, die gestalten wollen und können, und die imstande sind, die Folgen ihres Tun abzuschätzen und zu tragen. Um das zu erreichen, werden den Kindern viele Tätigkeiten des täglichen Lebens in Eigenverantwrotung übergeben. Dies ist die beste Basis, um auch ihre Lernprozesse zu unterstützen.

Wenn Sie Interesse an der „Neuen Schule“ haben, besuchen Sie die Homepage: www.neueschule.at

 

 

 

Fest der Bildung 2016

Der Vorstand der NÖ Plattform Bildung mit Vertreterinnen der Schulen beim NÖ Reformtag: Brigitta Rupp (Obfrau), Sabine Kriz (Privatschule Haus der Sonne, Wiener Neustadt), Martin Kögler (Kassier), Andrea Pisa (Obfrau Stv.) und Christine Glaser-Ipsmiller (Lernwerkstatt Pottenbrunn)

Fest der Bildung 2016

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FEST DER BILDUNG, 27.4.2013, St. Pölten, Rathausplatz

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Pro-Kopf-Förderung und volle Autonomie des Standorts als Ausbruch aus der Stagnation im Bildungssektor

An die 2.000 Kinder in Niederösterreich werden in reformpädagogischen Bildungseinrichtungen in privater Trägerschaft betreut und unterrichtet. Ihnen gemeinsam ist nicht nur eine Pädagogik, die von der des öffentlichen Schulsystems abweicht, sondern auch der Kampf um die Finanzen, weil nur ein Bruchteil ihrer Kosten durch staatliche Förderungen abgedeckt werden. Die Eltern zahlen Steuern und Gemeindeabgaben wie alle anderen, aber ihre Kinder haben kein Recht auf die Finanzierung ihres Schul- oder Kindergartenplatzes.

Um auf diese Situation aufmerksam zu machen und ihre zukunftsweisende Bildungsarbeit zu präsentieren, fand am Samstag, dem 27. April, in St. Pölten das „Fest der Bildung“ statt. Zwischen 9:00 und 16:00 Uhr präsentierten die Bildungsinitiativen ihre Konzepte und Methoden. Währenddessen wurde auf der Freilichtbühne und im Cinema Paradiso abwechslungsreiche Rahmenprogramme geboten: Die Sieger des Mal- und Fotowettbewerbs wurden prämiert, Gruppen von Kindern und Jugendlichen zeigten, was sie können, und Filme zum Thema Bildung wurden gezeigt.

Hochrangige Experten trafen sich zum Podiumsdialog. Während die einen den radikalen Ausbruch aus herrschenden Systemen empfahlen, setzten die anderen auf kontinuierliche Reformen. ÖVP-Abgeordneter Heuras sprach die Vorteile der Subventionierung des Individuums, nicht des Standortes an. Die Diskutanten waren sich einig, dass eine „Subjektförderung statt Objektförderung“ in Verbindung mit der Autonomie des Standorts, einen enormen Entwicklungsschub im gesamten Bildungssektor auslösen würde.

Alle Anwesenden sind überzeugt, dass die Reformpädagogik und alternative Bildungsangebote wertvolle Beiträge zur Weiterentwicklung des Schulwesens leisten. Nun ist es dringend notwendig, dass der verbalen Wertschätzung auch finanzielle Anerkennung folgt. Aus dem Amt der Niederösterreichischen Landesregierung heißt es, „dass man die Förderrichtlinien für diese Art der Privatkindergärten und -schulen überdenken müsse“. Ein Hoffnungsschimmer für die engagierten Eltern und PädagogInnen in der reformpädagogischen Landschaft Niederösterreichs?

Andrea Pisa